Entscheidungen treffen, ohne vor Angst vor Fehlern zu erstarren
Jobwechsel, Umzug, Trennung, ein großer Kauf – manche Entscheidungen schieben wir monatelang vor uns her. Nicht, weil uns Informationen fehlen, sondern weil wir Angst haben, uns falsch zu entscheiden.
Warum Entscheidungen so schwerfallen
Bei jeder Entscheidung malen wir uns aus, was schiefgehen könnte. Und weil unser Kopf zum Worst-Case-Denken neigt, erscheinen die Risiken größer als die Chancen. Dazu kommt die Angst vor Reue: Was, wenn ich es später bereue?
Die perfekte Entscheidung gibt es nicht
Die meisten wichtigen Entscheidungen werden unter Unsicherheit getroffen. Niemand weiß vorher, ob der neue Job besser wird. Die Frage ist nicht, ob die Entscheidung perfekt ist, sondern ob sie gut genug ist und mit den eigenen Werten übereinstimmt.
Vier Hilfen
1. Das Zehn-Jahre-Prinzip. Wie wirst du in zehn Jahren auf diese Entscheidung zurückblicken? Oft bereuen wir eher, etwas nicht getan zu haben, als etwas getan zu haben.
2. Die Rückweg-Frage. Ist die Entscheidung umkehrbar? Viele Entscheidungen sind es mehr, als wir denken.
3. Drei Szenarien. Spiel den besten, den schlimmsten und den wahrscheinlichsten Ausgang durch – wie in der Übung Das Best-Case-Szenario üben.
4. Eine Frist setzen. Gib dir einen Termin, bis zu dem du entscheidest. Unentschiedenheit ist auch eine Entscheidung – nur eine, die man nicht bewusst trifft.
Nach der Entscheidung
Wenn du entschieden hast: Hör auf, die verworfene Alternative zu vergleichen. Konzentriere dich darauf, die gewählte gut zu machen.
Das Buch dazu
Wer vom Besten ausgeht, traut sich mehr. Wie das gelingt, erzählt Markus Weber in Ab heute gehe ich vom Besten aus.
