"Positive Psychologie einfach erklärt: Mehr als „Denk positiv!""
„Denk doch einfach positiv!" Wer das in einem schweren Moment hört, möchte meist etwas werfen. Gut, dass die positive Psychologie etwas ganz anderes meint.
Was positive Psychologie ist
Die positive Psychologie ist ein Forschungszweig, der Ende der 1990er-Jahre maßgeblich von Martin Seligman angestoßen wurde. Ihre Grundidee: Die Psychologie hatte sich lange vor allem mit Krankheiten und Störungen beschäftigt. Genauso wichtig ist aber die Frage, was Menschen gesund, zufrieden und widerstandsfähig macht.
Worum es geht
- Stärken: Was kann ein Mensch gut, und wie kann er es öfter nutzen?
- Sinn: Was gibt dem Leben Bedeutung?
- Beziehungen: Wie wichtig sind andere Menschen für unser Wohlbefinden?
- Positive Gefühle: Wie entstehen Freude, Dankbarkeit, Hoffnung – und was bewirken sie?
Was sie nicht ist
Positive Psychologie heißt nicht, negative Gefühle zu verdrängen. Trauer, Angst und Wut haben ihren Platz. Es geht darum, das Gute nicht zu übersehen – nicht darum, das Schlechte wegzulächeln. Mehr dazu in Das Glas halb voll – ein Mythos?.
Bekannte Werkzeuge
- Dankbarkeitstagebuch – siehe Dankbarkeit und unser Gehirn
- Stärken nutzen im Alltag
- Freundlichkeit üben, gezielt und bewusst
- Optimistische Erklärungen – siehe Kann man Optimismus lernen?
Wie Markus Weber sie nutzt
Ab heute gehe ich vom Besten aus knüpft an diese Tradition an, ohne ein Lehrbuch zu sein. Jedes Kapitel erzählt eine Geschichte aus dem Alltag und erklärt danach, was die Psychologie dazu weiß – mit einer kleinen Übung zum Ausprobieren.
