Wenn Kollegen und Chefs dich verunsichern: Gelassen bleiben im Job
Eine Mail mit dem Betreff „Kurz sprechen?". Ein Kollege, der im Meeting deinen Vorschlag übergeht. Eine Chefin, die eher knapp grüßt. Am Arbeitsplatz finden sich täglich Anlässe, Dinge persönlich zu nehmen.
Warum der Job so empfindlich macht
Arbeit hängt mit Existenz, Anerkennung und Identität zusammen. Kritik oder Zurückweisung im Job fühlt sich deshalb oft bedrohlicher an als im Privatleben. Dazu kommen Hierarchien: Wer von der Meinung anderer abhängig ist, achtet besonders auf jedes Signal.
Die häufigsten Missverständnisse
- Knappe Mails: Oft geschrieben zwischen zwei Terminen, nicht aus Ärger.
- Übergangene Vorschläge: Häufig ein Zeitproblem, nicht Ablehnung.
- Kühle Vorgesetzte: Führungskräfte stehen oft selbst unter Druck, den man nicht sieht.
Strategien für mehr Gelassenheit
- Kontext suchen: Was ist bei der anderen Person gerade los? Projekte, Deadlines, Druck von oben?
- Sachlich nachfragen: „Mir ist aufgefallen, dass … – wie sollen wir weitermachen?"
- Kritik als Information nehmen: Siehe Kritik nicht persönlich nehmen.
- Den eigenen Wert nicht am Feedback des Tages messen. Mehr dazu in Selbstwert stärken.
Wann es doch persönlich ist
Manchmal gibt es echte Konflikte oder unfaires Verhalten. Dann hilft es, sachlich zu dokumentieren und das Gespräch zu suchen – mit der Person selbst oder einer Vertrauensperson im Unternehmen. Gelassenheit heißt nicht, alles hinzunehmen.
Das Buch dazu
Viele Geschichten in Das hat nichts mit dir zu tun spielen am Arbeitsplatz – dort, wo das Persönlichnehmen besonders viel Kraft kostet.
