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PSYCHOLOGIE · ESSAY

Grenzen setzen ohne Schuldgefühl: Ein Nein, das sich richtig anfühlt

Markus Weber · 2 Min. Lesezeit

„Kannst du am Wochenende beim Umzug helfen?" Du hast keine Zeit, keine Kraft und eigentlich keine Lust. Und trotzdem sagst du Ja. Danach ärgerst du dich – über den anderen und über dich.

Warum Nein so schwerfällt

Wir haben Angst, andere zu enttäuschen, Konflikte auszulösen oder nicht mehr gemocht zu werden. Viele Menschen haben früh gelernt, dass ihr Wert davon abhängt, nützlich zu sein. Ein Nein fühlt sich dann wie ein Risiko an. Mehr in People Pleasing.

Das Schuldgefühl verstehen

Schuldgefühle nach einem Nein sind kein Beweis, dass du etwas falsch gemacht hast. Sie sind oft nur ein Zeichen, dass du etwas Ungewohntes tust. Mit jedem Nein wird es leichter.

Wie ein gutes Nein klingt

  • Kurz: Lange Erklärungen klingen nach Rechtfertigung.
  • Freundlich: „Danke, dass du an mich gedacht hast."
  • Klar: „Am Wochenende kann ich leider nicht."
  • Optional mit Alternative: „Aber ich kann am Mittwochabend eine Stunde Kartons packen."

Die Reaktion des anderen

Wenn jemand enttäuscht ist, ist das seine Reaktion – und sein gutes Recht. Du bist nicht dafür verantwortlich, dass alle immer zufrieden sind. Und die meisten Menschen respektieren ein klares Nein mehr als ein widerwilliges Ja.

Grenzen sind Beziehungspflege

Wer Grenzen setzt, schützt Beziehungen. Denn wer ständig gegen seinen Willen Ja sagt, sammelt Groll an. Mehr dazu in Abgrenzen lernen.

Das Buch dazu

In Das hat nichts mit dir zu tun erzählt Markus Weber von Menschen, die gelernt haben, dass ein Nein zu anderen manchmal ein Ja zu sich selbst ist.

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